Band 4 der Paul Parin Werkausgabe erschienen

Band 4 der Paul Parin Werkausgabe erschienen

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Ab sofort im gut sortierten Buchhandel erhältlich:

Paul Parin: Zu viele Teufel im Land. Aufzeichnungen eines Afrikareisenden. Mandelbaum Verlag, 2019.

Mit einem Beitrag von Gesine Krüger

Umschlagzeichnung: Manù Hophan, Zürich

 

„Ihr Buch ist ganz großartig! Ihre Begegnung mit den Tuareg hat mich bewegt und ergriffen. Ihr Buch ist auch außerordentlich hilfreich für uns alle, die wir zwischen den Kulturen eine Identität suchen.“

Jean Ziegler

 

„Dass über Afrika noch immer das Grauen jener Katastrophe liegt, ‚mit der Europa, die Missionare, Soldaten, Händler und Maschinen‘ es überzogen haben, wird aus diesem Buch ebenso deutlich, wie unser aller Irrtum, die Befreiung vom Kolonialismus würde zu einer raschen und glücklichen Wende führen.“

Jakob Moneta

 

„Es ist ein irritierendes Buch, weit davon entfernt in einer Altersmilde die Erinnerung zu vergolden. Parin bleibt unversöhnt, fast hartnäckig in seiner Wut auf die koloniale Arroganz, in seiner Parteinahme für die Unterdrückten, aber auch in seiner jugendbewegten Hoffnung auf die Morgenröte der Befreiung. Notgedrungen kündigt sie sich ihm nur vage an.“

Tages-Anzeiger, Zürich

 

„Ein intimes Reisebuch, sachlich und persönlich zugleich, packend, selbstkritisch.“

Basler Zeitung

 

„Das Buch entbehrt des dramatischen oder moralischen Tones. Zu Recht vertraut Parin darauf, daß das, was er erlebt, für sich selbst spricht. Wer wie er schreibt, will seinen Erinnerungen nicht im nachhinein Konsistenz und Glätte verleihen, sondern ist der Wirklichkeit auf der Spur.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

„Was für ein Buch, was für Welten! Ich hatte am späteren Nachmittag zu lesen angefangen, las immer weiter, vergass Zeit und Ort, war total hingerissen, weil ich einen neuen Autor entdeckte, einen Autor, den ich zu kennen glaubte – und so gar nicht kannte. Er heisst Paul Parin. Ich freue mich auf die nächste ruhige Stunde, um weiterzulesen, um mehr zu erfahren von Deinen [seinen] Erfahrungen, die weit hinabtauchen, in Tiefen steigen, in Höhen jubeln, und doch wird man in keiner Zeile belehrt. [Du bist ein großer Erzähler.] Und es riecht und man sieht die einsamen Gestalten in der Wüste, man kommt mit [Dir] auf die Märkte, da ist eine Fülle, ein Reichtum an Farben, man ahnt Eure Fahrten, und die Geschichte von Thaddeus ist zum weinen.“

Laure Wyss

 

„Immer wieder zeigt Parin auch, dass die Befreiung von den Weissen keine Freiheit bringt, weil damit keine innere Befreiung verbunden ist. Viele Afrikaner haben europäische Verhaltensmuster verinnerlicht, ohne sie zu bewältigen, sie handeln machtbewusst und mörderisch.“

Neue Zürcher Zeitung

 

„Wie der Gefolterte, der sich seiner Folterungen wegen schämt und über das zugefügte Leid schweigt, so schweigt auch das Afrika, dem Paul Parin und seine Begleiter begegnet sind. Nur die ständig lauernde Abhängigkeit spricht auf verschlungenen Wegen von der vergangenen Unterjochung, von der Demütigung.“

Hessischer Rundfunk

 

„Parin gelingt es, die reale, und nicht eine von Wünschen angereicherte Wirklichkeit zu beschreiben.“

Erziehung heute

 

„Parins erlebnisnahe, wenn auch erst aus der Distanz der Erinnerung aufgezeichnete Reisenotizen sind eine faszinierende Lektüre, weil der Autor nicht die Selbstbestätigung durchs exotische Klischee sucht, sondern die revolutionierende Frische des vom Staunen gelenkten ersten Eindrucks.“

Die Woche

 

„Über Afrika liegt ein Verhängnis. Die liebenswürdigen schwarzen Männer, Frauen und Kinder sind Opfer einer Katastrophe, mit der Europa, die Missionare, Soldaten, Händler und Maschinen den ganzen Kontinent überzogen haben. Und wir selber sind Teil und späte Boten des Grauens, von dem niemand spricht. Manchmal war der Schrecken für einen kurzen Augenblick in den Augen von Ali, von Sindi und anderen zu sehen. Die Kirchenglocken, das klopfende Geräusch der Dieselmotoren oder das Knattern eines Maschinengewehrs haben den Schrecken der Afrikaner stumm gemacht.“

Paul Parin

 

 

Michael Reichmayr
Michael Reichmayr